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Geschichtlicher Überblick

1906 wurde mit dem Bau des Gebäudes in der Brückenstraße, damals Haussenstraße, als Teil der König-Friedrich-August-Kaserne begonnen und am 1.10. 1908 mit dem Einzug des 3. Bataillons 
des 12. königlich sächsischen  Infanterie-Regiments Nr.177 seiner Bestimmung übergeben.

Genutzt wurde das Gebäude hauptsächlich als Waffen- und Munitionslager sowie zur Abfüllung von Munition in Patronenhülsen. 

Dazu befand sich in einem Raum eine Schleuse. Der bei der Abfüllung aufgewirbelte Pulverstaub wurde mittels eines Schlauches aus der Luft gewaschen und über die Schleuse abgeleitet. Das war notwendig, weil die Stiefel der Soldaten mit Nägeln beschlagen waren und dadurch Funken entstehen konnten. 

Die hergestellte Munition wurde im Keller gelagert, wobei sich die Lagerkapazität auf ca. 2 Millionen Patronen belief. Zur Absicherung vor Bränden wurde schon zu damaliger Zeit eine Sprinkleranlage installiert.

Im zweiten Weltkrieg war die Kaserne Standort von Panzerjägern, welche u.a. Zielübungen auf dem gegenüberliegenden Exerzierplatz ausführten. Zum Üben benutzten sie einen Zielpanzer, dessen Umrisse heute noch auf einem anderen Gebäude des Kasernenkomplexes zu sehen sind.

Nach dem Krieg wurde im Gebäude von der Roten Armee kurzzeitig ein Kino eingerichtet. Hinweise in kyrillischer Sprache, z.B. Nicht Rauchen wurden für die Besucher an die Wände geschrieben. Danach wurde das Gebäude als Wohn- und Lagerhaus umgebaut und als solches bis zur Übernahme durch den 
Regenbogenhaus e.V. genutzt.